Für eine zukunftsfähige Ernährungspolitik und Esskultur

Wer & Warum

Warum ein Ernährungsrat?

Nach Köln und Berlin formiert sich derzeit auch in Hamburg ein Ernährungsrat. Er vertritt die Interessen von Bürger*innen, die nicht ausschließlich auf die Rolle von Konsument*innen festgelegt werden wollen. In vielen Städten der Welt existieren bereits Ernährungsräte, auch Food-Policy-Councils. Sie verstehen sich als Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis, als Think Tanks und Impulsgeber, als Netzwerke und Nährboden für Projekte, die Lebendigkeit und Gemeinschaft im gesamten Stadtgebiet stärken.

Wer wir sind

Schon heute setzen sich viele Hamburger*innen auf die eine oder andere Art für eine Ernährungswende ein — sei es durch Initiativen wie gemeinschaftliches Gärtnern, solidarische Landwirtschaft, Lebensmittel Retten, diverse Vereinsarbeiten, Kochkurse, Workshops, Aufklärung oder Diskussion. Obwohl es der berufliche Hintergrund vieler Beteiligter erlauben würde, haben wir uns darauf verständigt, dass sich der Ernährungsrat als ein öffentliches Netzwerk von Privatpersonen begreift. Die Ernährungswende ist gesellschaftlich zu ernst und zukunftsethisch so weitreichend, dass alle damit verbundenen Fragen und Maßnahmen nicht den üblichen partei- und verbandspolitischen Nuancierungen oder Rangeleien unterliegen sollte.

Was wir wollen

Wir wollen ein öffentliches Forum zur politischen Strukturierung der lokalen Ernährungswende bieten und damit die Belange von Bürger*innen und Kommunen in der Lebensmittelversorgung in den Mittelpunkt rücken. Der Ernährungsrat Hamburg setzt auf kommunaler Ebene an, um die Ernährungsverhältnisse aktiv mitzugestalten und zu verbessern. Der regelmäßige Austausch zwischen den Akteuren aus der Welt des Essens dient der gesellschaftlichen Vernetzung. Er soll darüber hinaus die Ernährungspolitik (Food Policy) als ein eigenständiges Politikfeld wahrnehmbar machen, das in viele Politikbereiche hineinspielt und deren programmatische Koordination voranbringen will.